Erste Kostümsitzung von Aufenaus Männerballett "Die Schlabbedabber"

Wächtersbach - Aufenau (dl). Neben tollkühn sportlichen Piraten, charmanten Vampiren und "flexiblen" Tenören hatten "Die Schlabbedabber" für ihr Programm nicht nur spektakuläre Nummern auf die Bühne im Kulturhaus gestellt.
Auch die traditionell starken Aufenauer Tanzformationen, das von der KG Wittgenborn "ausgeliehene" Tanzmariechen und die Wahrheiten aus der Bütt brachten Farbe in eine durchweg gelungene Sitzung.

 

 

Dass die musikalische Unterweisung der Närrinen und Narren im Saal nicht zu kurz kam, dafür sorgte stimmungsbildend die Tanzband "4-ever".
Mit der Frage "Aufenau, seid Ihr gut drauf?" begrüßten die drei Moderatoren Sven Prehler, Steffen Pfeifer und Vereinsvorsitzender Jan Hendriks pünktlich um 19.31 Uhr die nicht nur aus Aufenau angereisten Gäste Witzig und informativ führten sie treffsicher durchs Programm. Dass dabei der ein oder andere Hieb den Mitstreiter traf, war wohl nicht ganz unbeabsichtigt.
Gleich mit einem Höhepunkt starteten "Die Schlabbedabber" in den närrischen Abend. Im vergangenen Jahr hatten die "Schläppchen" ihren ersten Auftritt zur Aufenauer Kerb; zur Kostümsitzung stellte die als Nachwuchstanzgruppe aufgebaute elfköpfige Formation tänzerisch mit freudig kindlicher Ausstrahlung eine astreine Show auf die Bühne. Als Piraten verkleidet, verkörperten die Fünf- bis Neunjährigen nicht nur den Spaß an der Kostümierung, sondern zeigten zum Beispiel bei den Hebefiguren auch ihr sportliches Talent.
"Ganz in Schwarz" präsentierte sich Eiric Gloswic als "Der Bräutigam" in der Bütt und, in Anlehnung an Roy Blacks noch immer allgegenwärtigen Schlager, auch gesanglich. Das Urgestein der Schlabbedabber veranschaulichte kolportierend und kommentierend das Leben als Bräutigam. Für spannend-tanzende Bewegung sorgte im Anschluss die im Wortsinn gesundheitlich gebeutelte "Lazarettgarde", die es auch als siebenköpfige Truppe durch ihre Vorführung verstand, den Spaß am Tanzen zu vermitteln. Trotzdem verriet die Trainerin Linda Diegelmann, dass sie sich über Neuzugänge freuen würde.

GNZ08.01.11
Biegsame Tenöre brachten ihr Publikum in Wallung. (Foto: Löchl)

Die im Kampf gegen die Falten erfahrene Stockheimer Landfrau Ursula Kraft, alias Markus Karger aus Büdingen, wusste mit unverweckselbarem Charme "Amüsemong" über den von ihr absolvierten Volkshochschulkurs "Befreiendes Singen für unterdrückte Landfrauen" zu berichten. Aus Großauheim eingeflogen wurde das dortige Prinzenpaar, das in Aufenau herzlich begrüßt wurde.

Gerade rechtzeitig gekommen waren die Tollitäten aus dem Hanauer Raum, um zu sehen, was die Aufenauer bei ihrem Privatsender so auf dem Schirm haben. Doch was Nadja Bergmann, Jessica Löwer, Daniela Wagner und Julia Büdel als gemütlichen Familien-Fernsehabend vorführen wollten, ging natürlich gründlich in die Hose. Die ständige Programm Zapperei der vier Familienmitglieder sorgte ausschließlich für Chaos - eben genauso, wie es bei einem familiären Fernsehabend zugeht.
Reinhard Firnges, der sich später noch als "Schönster Mann von Hessen" in der Bütt outen sollte, war außer sich: "Ich bin extra hierher gekommen um die berühmten drei Tenöre zu hören, und stattdessen sehe ich drei Hampelmänner". Was Firnges so aufregte, begeisterte das Publikum, denn die drei Hampelmänner Wolfgang Alt, Claudio Acampa und Holger Firnges brachten mit ihrer Show den Saal zum Kochen. Mit ihrer clever ausgetüftelten Flexibilität und Biegsamkeit schafften sie es, so komische Figuren auf die Bühne zu zaubern, dass sie einen Lacher nach dem anderen einfingen und schließlich zwei Zugaben drauflegen mussten.
Doch dann begann abrupt wieder der Ernst des Lebens, Ausgerechnet Klaus Diegelmann hatte einem polnischen Bauarbeiter "aufs Maul geschaut", um der zuständigen Handwerker-Innung ordentlich Kopfschmerzen zu bereiten. Als Debüt in der Bütt hat sich Diegelmann gleich ein schwergewichtiges Thema ausgewählt, das den deutschen Handwerker im Vergleich "alt" aussehen lässt. Natürlich nicht ganz ernst gemeint, lassen die Überzeichnungen dann doch die ein oder andere eigene Erfahrung in einem anderen Licht erscheinen.
Eine Lichtgestalt hingegen ist das vom KG Wittgenborn "ausgeliehene" Tanzmariechen Celine Kolb. Das erst 14-jährige Mariechen, das schon als Kind bei verschiedenen Tanzgruppen mitmachte und im vergangenen Jahr in Wittgenborn ihr Debut als Solistin feierte, tanzt schon wie eine Große. Nachdem Reinhard Firnges als schönster Mann die Närrinnen geradezu verrückt gemacht hatte, versuchten die "Aufenauer Hofsänger" mit ihrem Hitmix, das Interesse wieder mehr aus das Thema Musik zu lenken.
Den Blutsaugern hatte sich die aus neun Mädels bestehende Tanzgruppe MUMP in dieser Kampagne verschrieben. Die 1996 gegründete und bisher sehr erfolgreich agierende Truppe präsentierte tanzend ihre Geschichte von den Vampiren. Doch damit nicht genug, zeigten die Tänzerinnen auch spektakuläre Schritte und Hebefiguren. Abenteuerlich ging der offizielle Teil dann viel zu früh zu Ende: Jack Sparrow war mit seiner Crew der Black Pearl auf Schatzsuche unterwegs, und im sportlichen Kampf um den Inhalt der Schatztruhe wird mal so nebenbei die ein oder andere außergewöhnliche Hebefigur gezeigt, aber auch die Begegnung mit den "untoten" Piraten ließ sich nicht verhindern.

 

Quelle: GNZ vom 10.01.2011

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