Gelnhäuser Tageblatt

Erstaunliche „Selbstheilungskraft der Fasenacht“

22.02.2011 - WÄCHTERSBACH

Wächtersbacher Carnevals-Verein WCV lädt aus Anlass seines 50. Jubiläums zum ersten Mal zum „Männerfrühstück“ - „Handys mit LSD oder so“

(tra). In der Vergangenheit hatte es bei der Männersitzung Spielregeln gegeben, die nicht so einfach umzustoßen waren. Da hatten Frauen rein gar nichts zu suchen. Diesmal war es anders. Zum „närrischenn Männerfrühstück“ lud der Wächtersbacher Carnevals-Verein erstmals anlässlich seines 50. Jubiläums ein.

Begonnen hatte es schon am frühen Morgen um 9.11 Uhr. Volker Deubert und Reiner Neusser führten die Narren durchs Programm. Da hatten einige noch den „Helau“-Ruf der zweiten Jubiläumssitzung vom Vorabend auf den Lippen. Deftiges vom Frühstücksbuffet, von der „Quelle“ aus Aufenau auf die Tische gebracht, sorgte für eine sichere Unterlage, um den Vormittag gut durchzustehen. Die „närrische“ Verordnung, dass es bis zum Mittag keinen Schnaps geben wird, änderte nichts an der super Stimmung.

Für die wichtigen musikalischen Faschings-Akzente sorgten die „Neuberger Buam“. Bei manchen Besuchern war ersichtlich, dass sie nach der Vorabendsitzung schnell unter die Dusche gingen und gar nicht erst den Bademantel auszogen. Als Kostümierung tat der dann seine Dienste.

MUMP

Befreundete Vereine dabei

Die Männersitzung, in das „Närrische Männerfrühstück“ umbenannt, brachte auch kleine Änderungen mit sich. So ging es auch nicht ohne die Damenwelt, über die anschließend in den Beiträgen so herrlich hergezogen wurde. Die konnten es verkraften, lachten sogar herzlich mit. Es war eben närrisch. Viele Beiträge wurden von befreundeten Vereinen aus dem Kreis geboten. Mit den Gardemädchen des WCV, unterstützt von der Schautanzgruppe „MUMP“ der „Schlappedabber“ aus Aufenau, der „Viktoria“-Garde aus Bad Orb und den Haremsdamen des WCV, bekamen die Herren auch etwas fürs Auge geboten.

Der Mustergatte, alias Volker Weigand von den „Schwefelhölzern“ aus Niedermittlau, erzählte vom Drama, das sich abspielt, wenn Frau sich „aufbrezelt“, um zu einer Einladung oder Veranstaltung zu gehen. Das kann dauern. „Das brauche keine Männer, die sin einfach schenner!“ Oder wenn die Kleidung plötzlich nicht mehr passt, und die Drüsen daran Schuld sind. „Komm’, hör uff mit dieser Nummer, dei‘ Mutter war doch schon so’n Brummer…“ Schließlich war das ganze Drama nur ein Traum, als er aufwachte und dann alles zügig vonstatten ging.

Die Männer im Saal waren alle schon bestens drauf, als die „Quietsch-Girls“ von den „Spätzündern“ aus Eidengesäß mit Gesang und Ohrwürmern das Publikum auf die Stühle beförderten.

Natürlich glänzten auch Mitglieder des WCV. Die Moderatoren Neusser und Deubert lockerten zwischen den Beiträgen mit humorigen Sprüchen das Programm zusätzlich auf. „Ein Ausländer geht in den Supermarkt, um Öl zu holen. Er findet Olivenöl, Maisöl, Sonnenblumenöl - alles zu 100 Prozent mit Oliven, Mais und Sonnenblumen. Dann findet er Babyöl …!“ Das „Duo Sprachlos“, Reiner Neusser und Dieter Lohrey vom WCV, konnte ebenso überzeugen und brachte die Lachmuskeln und Gehirnzellen auf Trab.

Peter Stock und Andrea Ungermann, alias Brigitte und Herbert von den „Haselnüss‘“ aus Altenhaßlau trieben dem Publikum mit ihrem Zwiegespräch die Tränen in die Augen. Wie sie die Situationskomik des Alltäglichen sowie zwischenmenschliche Erlebnisse darstellten, war etwas Besonderes. Da erkannten sich fast alle wieder. Es riss von den Stühlen.

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